Fotos sind Erinnerungen für später. Oft merken wir erst, wie wichtig ein Bild gewesen wäre, wenn der Moment längst vorüber ist und sich nur noch als blasser Schatten in unserer Erinnerung anfühlt.
Die Kamera ist für mich ein Schlüssel. Mit ihr öffne ich Türen und trete in das Leben anderer Menschen. Manchmal nur für einen Wimpernschlag, manchmal für eine ganze Wegstrecke. Diese Nähe ist für mich Auszeichnung und Chance zugleich. Jeder dieser Momente verändert mich – und meine Sicht auf Menschen und Situationen.
Ich nehme jede dieser Veränderungen bewusst wahr. Genau deshalb macht es mich glücklich, eine Kamera vor dem Auge zu haben. Diese innere Freude überträgt sich oft auf die Menschen vor meiner Linse. So entstehen auch mit kameraunerfahrenen Menschen Bilder, in denen sie sich wiederfinden – Bilder, die sie sich immer wieder gerne anschauen.
Wer mich bucht, bekommt meine Erfahrung. Und wenn mein Gegenüber nach und nach ein Stück von sich zeigt, können aus kurzen Augenblicken eindrucksvolle Momentaufnahmen für die Zukunft werden.
Auch wenn ich seit vielen Jahren fast täglich fotografiere, fühlt sich jedes Shooting anders an. Weil jeder Mensch anders ist. Das Wichtigste beim Fotografieren ist für mich, die Würde des Menschen vor der Kamera zu respektieren. Und wahrscheinlich gilt das nicht nur für die Fotografie, sondern auch für jede Begegnung.
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Foto urheberrechtlich geschützt durch Tanja Krämer.