11 Freunde! Yeah!

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Manchmal lohnt es sich, bei einem Fussballspiel auch seine Augen abseits des Spielfeldes zu haben. So geschehen beim Spiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden. Und ganz selten muss ein Bilderdiebstahl auch gar nicht schlecht sein. So geschehen bei der Facebook Gruppe „Bürotechnik legalisieren“. Beide Fälle zusammen sorgten für meine zweite Veröffentlichung im Magazin für Fussballkultur „11 Freunde“, jedoch die erste unter meinem Namen. Aber der Reihe nach…

Bei Spiel Sankt Pauli gegen Dresden sah ich plötzlich auf der Haupttribüne unter der Loge der Bannerwerkstatt das Transparent „Bürotechnik ist kein Verbrechen“, schmunzelte und fotografierte. Kurz darauf war das Banner auch weg. Das ist natürlich nichts für eine Zeitung, deshalb habe ich es nicht an die Redaktion geschickt, sondern auf meinem Blog gepostet. Eher zufällig fiel es mir dann auf Facebook auf, und ich wurde neugierig und wollte wissen, wer da mein Bild „zweitverwertet“. Es gibt doch tatsächlich eine Initiative von Fans des Sechstligisten TeBe Berlin mit der wunderbaren verbalen Verballhornung „Bürotechnik ist kein Verbrechen“. Für die Nichtfussballfans als Leser meines Blogs: die verballhornte Initiative heißt „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“. So was finde ich herrlich, weil es auf humorvolle Art auf einen problematischen Umgang miteinander – hier DFB und Fans – aufmerksam macht. Ich mag auch Storch Heinar.

In solchen Fällen bin ich bei Bilddiebstählen – und nichts anderes war die Nutzung meines Bildes durch die Initiative auf Facebook – immer sehr zurückhaltend, denn die Kunst besteht auf beiden Seiten des Bildes: ohne Initiative kein Banner zum Fotografieren, ohne meine Aufmerksamkeit kein Bild vom Banner. Also schrieb ich einen freundlichen Kommentar wegen des fehlenden Urheberrechtsnachweises, und sofort kam eine Entschuldigung, und der Credit wurde nachgeholt. Alles total relaxed!

Die Überraschung kam dann ein paar Monate später, als ich einen Redakteur von „11 Freunde“ am Telefon hatte. Die waren mittlerweile auf die Initiative aufmerksam geworden, führten mit dem Initiator ein Interview und brauchten noch dringend ein Bild. Da brachte der Initiator dann mich ins Spiel. Und so kam mein Foto in das Magazin.

Fazit: ein offenes Auge und Freundlichkeit zahlt sich aus 🙂

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